S.T.A.L.K.E.R.: Shadow of Chernobyl
23. März 2007 @ 10:39 | Spiele, Vista
Nach langer Entwicklungszeit (waren es an die 4 Jahre oder gar mehr?) ist es gestern nun erschienen:
Das langerwartete Actionshooter-RPG-Dingsbums aus ukrainischer Feder S.T.A.L.K.E.R.: Shadow of Chernobyl entführt den Spieler in die düstere Zukunft in ein Gebiet rund um den Katastrophenreaktor von Chernobyl.
Erste Eindrücke
Nach dem Introvideo identifiziert man sich direkt mit der Hauptcharaktere (dem Gezeichneten): Man weiss erst mal gar nichts. Nur mit dem PDA im Gepäck und ein paar spärlichen Informationen geht's auf zum ersten Auftrag.
Die Grafik hinterlässt gemischte Gefühle (in Innen- sowohl als auch in Aussenräumen). Irgendwie schaut alles hübsch aus, aber irgendwie stört auch das "aufploppen" von Grasbüscheln.
Dafür überzeugt die Soundkulisse: Sehr atmosphärisch dudelt schon das Radio vom ersten Auftraggeber. Und als dann auch noch ein anderer Stalker seine Gitarre am Lagerfeuer auspackt und eine melancholische Melodie beginnt zu spielen... Spätestens da hat mich das Spiel komplett in seinen Bann gezogen.
Bedienung
Wer einen reinen Shooter erwartet, revidiert diese Erwartung allerspätestens nach dem ersten (misslungenen) Angriff auf eine feindliche Banditenbande. Drauf losstürmen und alles niedermähen ist schlicht nicht drin.
All zu schnell ist die Lebensenergie weg. Tipp an dieser Stelle: Beim Starthändler gleich zwei Bandagen kaufen... (Hab's erst nach dem dritten Neustart bemerkt dass man im Dialogfenster auf "Handeln" klicken kann ;-) )
Hat man sich aber an die verschiedenen Bewegungsmodi und die Eigenheiten der Waffen gewöhnt, macht das Spiel actionmässig aber durchaus Spass.
Vista??
Nach ca. 30 Minuten Spielzeit ist mir das Game zum ersten Mal abgestürzt. Nach weiteren 30 Minuten einfach eingefroren.
Mein Kumpel welcher das Spiel auf XP installiert hat, konnte mir keine ähnlichen Berichte machen. Mit den neusten Treiber von nVidia schien dann aber alles korrekt zu laufen (zumindest für die 45 Minuten, bevor mich die Federn ruften)
Fazit
Auf den ersten Blick war ich gegenüber S.T.A.L.K.E.R. ein wenig kritisch, ja zum Teil fast enttäuscht. Nach genauerem Hinsehen und Einspielen enthüllt sich dem Spieler eine atmosphärische Welt in welcher man sich mit dem Überlebenskampf der Stalker in der Zone meiner Meinung nach recht gut identifizieren kann.
Und darauf kommt es doch schlussendlich an: Ein Spiel soll dem Spieler eine glaubwürdige und packende Geschichte bieten. Da darf auch die Bedienung am Anfang ihre Zeit zum Angewöhnen fordern.
