Eine Brille soll's sein?

20. Februar 2008 @ 11:13 | Ego, Spiele, Wii

Oder: Wie das Eine zum Anderen führen kann.
Metroid Prime 3: Corruption für die Wii ist nun schon länger auf dem Markt. Keine Ahnung warum, aber irgendwie habe ich dem ganzen Hype um das Spiel zu Beginn nicht getraut.
Nach der alljährlichen Flutwelle von Spielreleases zur Weinachtsaison (Super Mario Galaxy und Crysis waren zu Boden gespielt) entschied ich mich dann doch einen Blick auf dieses vielgelobte Softwarestück zu riskieren.

Das Spielgefühl

Bereits das Menü (endlich einmal ein normaler Cursor und nicht so ein Patschehändchen!) kommt recht stylisch daher. Die ersten Schritte im Spiel selber waren dann aber doch noch etwas wackelig. Bis anhin war ich mir eher thirdperson Shooter à la Resident Evil per Wiimote gewohnt zu steuern. Nach einer kurzen Gewöhnungsphase stellte ich dann aber schon auf den sensibleren Zielmodus um. (Meiner Meinung ist aber auch dieser noch ein wenig zu träge, um wirklich schnelle Bewegungen wie in PC-Shootern zu machen)

Alles in allem gewinnt die Grafik keine Preise. Doch wie so oft sind es die Kleinigkeiten und die coolen Ideen, welche auch diesen Wii-Titel wirklich spielenswert machen. Hierzu gehören z.B. die Spiegelung von Samus' Gesicht im Visor genauso wie das in sich stimmige Interface von Suit und Raumschiff.

Der Frustfaktor

An einigen Stellen ist das Leveldesign doch recht holperig geraten.
Geschlagene zwei Stunden bin ich schon auf dem ersten Planeten im Kreis gelaufen; und das nur, weil ich an der richtigen Stelle nie in den Scan-Modus geschaltet habe. Denn dann hätte ich den blöden Stein am Boden gesehen, welchen ich per Rakete pulverisieren musste um an den Graple Beam zu kommen.

Immerhin lernt man aus solchen Situationen und sucht in kommenden Sackgassen die Umgebung im Scan-Visor umso genauer ab. (Was einem unter anderem auch zu versteckten Items führt)
Bosskämpfe benötigen neben einem extrem ausdauernden Daumen für die A-Taste ebenfalls eine relativ hohe Frustrationsgrenze. Hat man aber den Dreh einmal raus, ist die Freude am Sieg umso grösser.

Das Fazit

Gestern Abend habe ich mich wieder an die oben erwähnte Sackgasse gewagt und bin endlich weitergekommen. Das Spiel glänzt mit ausgefallenen und coolen Spielelementen (keine Ahnung ob es die meisten schon in älteren Metroid Prime's gab... Corruption ist mein erstes) und belohnt so den Spieler für die aufgebrachten Mühen an den kniffligen Stellen.
Und so zeigt sich, dass der Hype um Metroid Prime 3: Corruption eigentlich berechtigt war. Es ist eines der Toptitel welche momentan für die Wii erhältlich sind.
Jetzt muss ich es nur noch zu Ende spielen ;-)

... und die Brille?

Bevor ich es ganz vergesse: Metroid Prime 3: Corruption war der finale Auslöser welcher mich zum Optiker getrieben hat.
Die Texte des Spiels waren für meine mit 22 Jahren doch langsam ein wenig betagten Augen einfach zu viel. Und da man doch den gesamten Umfang der Atmosphäre geniessen möchte, aber keinesfalls direkt vor den TV sitzen will (auch die Steuerung der Wii hätte hier sicherlich gelitten) entschied ich mich endlich, einmal beim Optiker vorbei zu gehen.
Und so schlimm schaut das Teil doch gar nicht aus, oder?


Ach, und noch ein Pluspunkt: Das Lesen meiner, in Arial 10 gehaltenen, Notizen an der Bürowand sind nun plötzlich auch vom Schreibtisch aus lesbar.
Und jetzt sag' mir noch einer, Videospiele seien schlecht für die Augen :-P



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