So war Frauenfeld 2008

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18. Juli 2008

Vom 11. bis 13. Juli fand auf der Frauenfelder Grossen Allmend das 14. Openair Frauenfeld statt. Für den Liebhaber fetter Beats wurde Einiges geboten. Doch auch für den offenen Musikgeschmack gab es Futter. Hier nun also mein versprochener Bericht zu unserem viertägigen Festival-Weekend.

Die Musik

The Hives

Die ersten Konzerte am Freitag waren noch eher gemütlich. Nach Chlyklass und Sektion Kuchikäschtli rockten The Hives aber mächtig die Bühne. Es mag überraschend klingen dass an einem Hip Hop-Openair überhaupt eine Band aus diesem Genre auftritt. Doch wer schon letztes Jahr bei Mando Diao dabei war weiss, was für eine Stimmung an diesen Konzerten herrscht. Die Abwechslung passt super.
Den krönenden Tagesabschluss bildete The Common. Ich hab sie verpasst und durfte mir am Morgen sagen lassen, dass da wirklich die Post abging.

Sangria

Am frühen Samstag Abend verpassten wir dank einem Eimer Sangria leider knapp den Auftritt der Swollen Members.
Atmosphäre pur gab es dafür mit Patrice. Ich kannte bis anhin zwar seine Musik ab CD, konnte ihn aber noch nie live miterleben. Der Balanceakt zwischen chillig-melancholischem Reagge und pumpender Tanzmusik gelang im jedoch auf der Bühne fast eine Spur besser als nur Zuhause auf der Soundanlage.
Den Höhepunkt für den Samstag bildete zu später Stunde Dynamite Deluxe. Das Hip Hop Zelt bebte. Neben Samy Deluxe‘ Klassiker wie Weck mich auf gab es als Zückerchen zum Abschluss Raps über die Beats von The Prodigy.
Bemerkung am Rande: Wie kann man dazu überhaupt noch den Mund dazu bewegen!? Schneller gehts kaum mehr.

Jay-Z: Show me the diamond

Am Sonntag “Morgen” verpassten wir Ce’cile leider knapp. Bei einer Fachita konnten wir nur noch dem Schluss eines tollen Auftritts beiwohnen.
Der Abend nahte und damit auch zwei weitere Highlights des Festivals. Da ich die Musik von Jay-Z wenig bis gar nicht kenne kannte, hatten die Münchner Rapper von Blumetopf Priorität. Neben Krachern wie AEIOU oder Party Safari und einigen Freestyle-Einlagen schuf der Topf mit 6 Meter 90 und Manfred Mustermann Gänsehaut-Atmosphäre.
So waren wir beim Abschlusskonzert von Jay-Z zwar nicht in der vordersten Reihe mit dabei, doch riss die Show und die stylische Musik trotzdem mit.

Das Festival

Nach einigen heftigen, pavillondahinraffenden Sturmböen brachen am Freitagabend schon früh die ersten Gewitter über das Openair herein. Überraschenderweise trübte dies die gute Laune der Besucher nicht im Mindesten. Im Gegenteil: Überall waren die Leute fröhlich und freundlich.
Selbst im Pogo-Getümmel während dem The Hives-Konzert wurde gelacht und vom Boden aufgeholfen wenn nötig.

Blumentopf

Als positivste Veränderung gegenüber dem letzten Jahr habe ich das offene Hip Hop-Zelt empfunden. Die Sauna im cede.ch-Zelt war beim Bouncen im neuen Zelt schnell vergessen.
Ein wenig problematisch gestaltete sich das Verlassen des Festivalgeländes nach dem letzten Konzert am Sonntag. Viel zu spät öffneten die Security-Leute den ursprünglichen Eingang als Ausgang. Doch nach einem an sich gelungenen Festival mag man das ohne Murren verschmerzen.

Im Vorfeld wurde klar definiert, dass nur Earlybird- und Springbreak-Ticketinhaber bereits am Donnerstag auf die Campingplätze eingelassen werden.
Hier möchte ich mich speziell bei den Ticket-Kontrolleuren bedanken, welche ein Auge für unsere Gruppe zugedrückt haben (denn wir hatten keine der besagten Tickets ;-) ). So mussten wir zwar bis spät in die Nacht unsere Zelte & Pavillons aufbauen, hatten dafür aber einen Top-Platz während das ganzen Festivals.

Mehr Fotos?

Ein Fotoalbum mit Schnappschüssen unseres gesamten Aufenthalts gibts wie immer bei flickr.

Next!

Eingangszelt feat. the Matsch

So kann ich durchaus sagen, das diesjährige Openair Frauenfeld hat mir von A bis Z gefallen. Es regnete zwar, doch die Stimmung war super und die Acts rockten die Party.

Was könnte für einen Besuch des nächstjährigen Festivals entscheidend sein? Ganz klar das Line-Up. Meine Favoriten wären da zum Beispiel Chali 2na und seine Jungs von Jurassic 5… Doch lassen wir uns überraschen.

See you there!

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