Hyrule & Sekten
29. Juni 2007
Was haben eine Fantasywelt aus dem Nintendo Klassiker Zelda und eine Gemeinschaft fanatischer Glübiger gemeinsam?
Genau! Beides gehört zu den besten Spielen welche momentan für die Spielkonsole von Nintendo erhältlich sind.
Resident Evil 4: Wii Edition
Als ich gestern Abend nach Hause gekommen bin und mein Mitbewohner zum eingetroffenen Couvert gemeint hat: “Schmeiss mal rein” war ich für die folgenden 5 Stunden nicht mehr vom Fernseher wegzubekommen.
Das Intro zum Spiel stimmt passend auf das düstere und beklemmende Szenario ein und ist filmreif inszeniert. Die Zwischensequenzen sind komplett in der Spielgrafik integriert, was auch einen nahtlosen Übergang zur ersten eigenen Erkundungstour eines gespenstischen Waldes ermöglicht.
Die Steuerung ist zu Beginn recht gewöhngsbedürftig. Es gibt kein genretypisches “Strafen”. Hier hätte eine Umsetzung wie bei “Prince Of Percia: Two Thrones” den Einstieg ins Gameplay komfortabler gestaltet. Sei’s drum: Nach maximal einer Stunde hat man sich an die Steuerung gewöhnt und man kann die düstere Atmosphäre um so mehr geniesen.
Unbezahlbar: Die Waffe kann wie bei alten Lightgun-Shootern durch einen Ruck nach Rechts (für Linkshänder natürlich nach Links) nachgeladen werden.
Story & Design
Die Story an sich wird immer wieder durch spannende Cutscenes weitererzählt. Besonders gefallen haben mir hier die Sequenzen, welche nicht voraussehbar waren (z.B. beim Betreten eines Zimmers, Öffnen einer Tür usw.). Ich möchte hier nicht näher auf Storyelemente eingehen… Die Spannung soll jeder selbst erleben ;-).
Die Levels, Rätsel & Bossgegner sind abwechslungsreich gestaltet und machen sich die Möglichkeiten der Wiimote clever zu Nutzen. Zum Teil sind die Einblendung der auszuführenden Bewegung aber etwas zu knapp geraten. Es kommt schon mal vor dass man zu spät die nötige Tasten-Kombo drückt und von einem Stein erschlagen wird.
Grafik & Sound
Nun ja, wir sind hier nunmal auf der Wii. Ich persönlich stosse mich nicht an der Grafik. Es gibt eigentlich nicht mehr zu sagen als dass die Stimmung des Szenarios voll und ganz rüber kommt.
Die Pistole klingt ein wenig wie ein Knallfrosch, aber ansonsten gibt es hier keine Ecken und Kanten zu bemängeln. Musik wird dramatisch korrekt eingesetzt und lässt einem nur schlecht zur Ruhe kommen wenn eine Horde Einheimischer hinter einem her ist.
Ein Wort noch zum Thema Blut: Ja, das Spiel ist blutig. Und ja: Das “Ab 18″-Siegel ist berechtigt. Die Splatter-Effekte sind aber keineswegs übermässig eingesetzt. Meiner Meinung nach gehört Blut einfach in einen Survival-Shooter.
… Kaufen!
Wer keine Probleme mit blutigen Shootern hat, Wert auf eine spannende Story legt und die Wii sein eigen nennt, der sollte unbedingt zugreifen.